Mittwoch, 11. Juni 2014

Unterwegs

Auch heute gab's wieder ein dickes kolumbisch-ecuadorianisches Frühstück mit Kaffee, viel Fleisch und Fladen aus Kochbananen. Gestärkt haben wir uns auf den langen Weg nach Chugchilan gemacht. 

Der erste Stopp war in der Rosenzucht 《Roses, Roses》. Die Rosenzucht ist sehr wichtig für Ecuador, denn fast alle Rosen aus unseren Blumenläden kommen von hier. Fast 40 verschiedene Rosenarten werden hier gezüchtet. Man denkt gar nicht, dass da so viel Arbeit dahintersteckt: 



Als erstes müssen die zarten Blüten gehegt und gepflegt werden, dann werden die Rosen abgeschnitten; jedoch müssen die Stiele mind. 50mm lang sein... die kürzeren werden fortgeworfen oder auf dem lokalen Markt verkauft. Die Rosen werden gebündelt und in eine Halle gleich neben dem Treibhaus gebracht.



Dort werden sie genau nach Stiellänge sortiert, in 9er oder 12er Bündeln abgepackt und in den Kühlraum gebracht. Jeden Tag fahren Lastwagen beladen mit grossen 《Rosenkisten》 zum nahegelegenen, internationalen Cargo-Flughafen. Von dort aus werden die Rosen nach Europa gebracht. Von der Ernte bis zur Ankunft bei unserem Rosenkavalier z.B. braucht es max. 24 Stunden.



 

Gleich daneben befindet sich die Hacienda 《la ciénega》, zu der auch 《Roses, Roses》 gehört. Die wunderschöne Hacienda wurde schon im 18. Jahrhundert von einer französischen Expedition besucht, um 1802 war der deutsche Alexander Humboldt zu Besuch und 1822 der Venezolaner Simon Bolivar. 





Das heutige Hotel mit eigener Kirche war früher ca. 100'000 ha gross und hat damals Land an über 25 Familien verpachtet. Da 《la ciénega 》, wie die meisten Haciendas zu dieser Zeit, eine eigene Währung hatte, mit dieser auch alle Arbeiter bezahlt wurden, war der Reichtum der Besitzer garantiert, da diese Arbeiter ihr Geld natürlich nur auf eben diesem Land ausgeben konnten. 

Die Münzmaschine, mit der die Hacienda-Eigene Währung hergestellt wurde.


Nach dieser 《Geschichtsstunde》 sind wir weitergefahren nach Sigchos, wo wir für einen 《Almuerzo》, das typische ecuadorianische Mittagessen, bestehend aus einer Suppe und einem Teller mit Reis und Fleisch und etwas Gemüse, Halt machten.





Weiter gings dann auf einem kurvigen Strässchen durch eine sagenhaft schöne Landschaft nach Chugchilan. Unser Hostel dort war echt toll, schöne Zimmer, Hängematten zum ausruhen, super Aussicht und sogar das feine Znacht war im Zimmerpreis inbegriffen.




Mit unserem Guide Santiago (www.ecuadorbestguides.com) unterwegs zu sein lohnt sich schon jetzt. Viele Orte, wie zum Beispiel die Rosenzucht und die Hacienda, hätten wir ohne ihn niemals besichtigen können.  Ein riesen Vorteil ist natürlich auch, dass wir nie ein Hotel oder sogar ein Restaurant suchen müssen... vom Weg reden wir gar nicht erst! Santiago kann uns sehr viel erzählen über alle Orte, die wir besuchen und er weiss auf alle Fragen eine Antwort. Nun warten wir gespannt aufs nächste Abenteuer...

Janique

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